geprüft.com › Hub › Bewertungen prüfen lassen: Anbieter, Kosten, was sie leisten
Bewertungen prüfen lassen: Anbieter, Kosten, was sie leisten
Stand · Redaktion geprüft.com · Lesezeit 3 Min.
Woher wir das wissen. geprüft.com ist ein Prüfsystem für Unternehmensbewertungen: Wir beobachten Bewertungsbestände in festem Takt, rechnen nach einem veröffentlichten Katalog, wie belastbar ein Durchschnitt ist, und veröffentlichen jeden Prüfbericht im Portal. Dieser Text kommt aus dieser Praxis.
Wer seinen Bewertungsbestand prüfen lassen will, findet Angebote von 0 bis mehrere tausend Euro, und die Leistungen dahinter haben wenig miteinander zu tun. Dieser Beitrag ordnet den Markt und nennt für jede Kategorie, was sie kostet und was sie tatsächlich liefert. Wir sind selbst Anbieter, deshalb steht unser Angebot am Ende und mit denselben Angaben wie alle anderen.
Fünf Kategorien, die oft verwechselt werden
Bewertungssoftware. Werkzeuge, die beim Sammeln und Beantworten helfen: Einladungen versenden, Bewertungen mehrerer Portale in einem Postfach bündeln, Antworten vorschlagen. Preislich meist im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat und Standort. Geprüft wird dabei nichts, es geht um Arbeitsersparnis.
Shop-Zertifizierung. Trusted Shops und ähnliche Anbieter zertifizieren den Bestellprozess eines Onlineshops und sichern Käufe ab. Für Dienstleister ohne Bestellprozess läuft das weitgehend ins Leere. Was ein solches Siegel leistet, haben wir gesondert beschrieben.
Kundenbefragung mit Zertifikat. Prüfstellen befragen eine Stichprobe Ihrer Kunden und stellen darüber ein Zertifikat aus. Aufwand und Kosten liegen deutlich höher, dafür ist die Aussage belastbar, weil sie auf einer eigenen Erhebung beruht. Sie sagt allerdings nichts über den bestehenden Bewertungsbestand im Netz.
Reputationsmanagement. Agenturen, die Bewertungen beobachten, Antworten schreiben und negative Einträge bekämpfen. Preise im drei- bis vierstelligen Bereich pro Monat. Vorsicht bei Anbietern, die das Verschwinden negativer Bewertungen zusichern: Was dahinter oft steckt, steht im Beitrag über das Löschen von Bewertungen.
Prüfung des Bewertungsbestands. Die Frage, ob ein vorhandener Bestand einer Prüfung standhält, also ob er gewachsen oder gemacht ist. Das ist unser Feld, und es ist das jüngste der fünf.
Was eine Prüfung leisten muss, um etwas wert zu sein
Vier Fragen, mit denen Sie jedes Angebot durchleuchten können, unseres eingeschlossen.
Steht der Katalog öffentlich? Wenn nicht nachlesbar ist, wonach geprüft wird, ist das Ergebnis eine Meinung. Unser Kriterienkatalog ist mit Versionsnummer veröffentlicht.
Wird über die Zeit gemessen oder einmalig? Eine Momentaufnahme kann nicht erkennen, ob Bewertungen in Schüben kamen oder wieder verschwunden sind. Ohne Verlauf fehlt das inhaltlich stärkste Merkmal.
Ist ein einzelnes Siegel nachprüfbar? Ein Bild ohne Nummer und ohne öffentliche Prüfseite ist eine Grafik, kein Nachweis.
Was passiert bei einem schlechten Ergebnis? Ein Anbieter, bei dem jedes zahlende Unternehmen besteht, prüft nicht, sondern verkauft. Fragen Sie nach, ob es Fälle gibt, in denen kein Siegel vergeben wurde.
Was Sie ohne Budget selbst tun können
Das Meiste kostet nichts außer Regelmäßigkeit. Notieren Sie wöchentlich Anzahl und Durchschnitt Ihrer Bewertungen mit Datum. Nach drei Monaten sehen Sie, ob der Bestand stetig wächst und ob zwischendurch etwas verschwunden ist. Achten Sie auf die Verteilung: Ein Bestand ganz ohne kritische Stimmen ist auffällig, kein Qualitätsmerkmal. Und antworten Sie auf Bewertungen, das ist der sichtbarste Unterschied zu einem gekauften Bestand.
Wenn Sie danach den Eindruck haben, dass Ihr Bestand belastbar ist, brauchen Sie keine Prüfung, um besser zu werden. Sie brauchen sie erst, wenn Sie das jemandem gegenüber belegen wollen.
Was geprüft.com kostet und was dafür passiert
Zwei Tarife, monatlich kündbar oder jährlich zahlbar, ohne Einrichtungsgebühr. Enthalten sind die wöchentliche Beobachtung des Bewertungsbestands, die Berechnung der Bewertungskonfidenz nach dem veröffentlichten Katalog, eine öffentliche Profilseite mit Prüfbericht und die Frühwarnung bei Auffälligkeiten. Im höheren Tarif kommt das Siegel mit Jahreszahl und prüfbarer Seriennummer dazu, samt Widget für die eigene Website. Die aktuellen Beträge stehen auf der Preisseite.
Was nicht enthalten ist: Wir sammeln keine Bewertungen für Sie, wir schreiben keine Antworten, und wir lassen nichts löschen. Wer das sucht, ist bei einer der anderen vier Kategorien besser aufgehoben.
Und der Fall, in dem sich das nicht lohnt: Wer weniger als etwa fünfzig Bewertungen hat, sollte zuerst sammeln. Bei einer kleinen Menge ist jede Aussage über den Bestand statistisch schwach, und das gilt auch für unsere.
Häufige Fragen
Was kostet es, Bewertungen prüfen zu lassen?
Das hängt davon ab, was geprüft werden soll. Software zum Sammeln liegt im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat, Shop-Zertifizierungen und Kundenbefragungen deutlich höher, Reputationsmanagement im drei- bis vierstelligen Bereich. Die Prüfung des bestehenden Bestands bei geprüft.com beginnt im einstelligen Bereich pro Monat, die aktuellen Beträge stehen auf der Preisseite.
Woran erkenne ich ein seriöses Prüfangebot?
Der Katalog steht öffentlich, es wird über die Zeit gemessen statt einmalig, ein einzelnes Siegel lässt sich nachschlagen, und es gibt Fälle, in denen kein Siegel vergeben wurde. Ein Anbieter, bei dem jedes zahlende Unternehmen besteht, prüft nicht, sondern verkauft.
Kann ich das nicht selbst machen?
Das Meiste ja. Notieren Sie wöchentlich Anzahl und Durchschnitt mit Datum, achten Sie auf die Verteilung und antworten Sie auf Bewertungen. Nach drei Monaten sehen Sie selbst, ob Ihr Bestand stetig wächst. Eine Prüfung brauchen Sie erst, wenn Sie das jemandem gegenüber belegen wollen.
Ab wann lohnt sich eine Prüfung?
Ab etwa fünfzig Bewertungen. Darunter ist jede Aussage über den Bestand statistisch schwach, auch unsere. Wer weniger hat, sollte zuerst sammeln.