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Google Bewertungen sammeln: Link, Zeitpunkt und Vorlagen
Stand · Redaktion geprüft.com · Lesezeit 3 Min.
Woher wir das wissen. geprüft.com ist ein Prüfsystem für Unternehmensbewertungen: Wir beobachten Bewertungsbestände in festem Takt, rechnen nach einem veröffentlichten Katalog, wie belastbar ein Durchschnitt ist, und veröffentlichen jeden Prüfbericht im Portal. Dieser Text kommt aus dieser Praxis.
Die meisten Unternehmen scheitern nicht an der Bereitschaft ihrer Kunden, sondern an der Hürde dazwischen. Wer eine Bewertung abgeben will, muss das Unternehmen finden, das Profil öffnen, nach unten scrollen und dann noch die richtige Schaltfläche treffen. Jeder dieser Schritte kostet Leute. Dieser Beitrag zeigt den kurzen Weg: den Link, den richtigen Moment und die Sätze, die Sie dafür brauchen.
Schritt 1: Den kurzen Link erzeugen
Google stellt für jedes Unternehmensprofil einen Link bereit, der das Bewertungsfenster direkt öffnet. Sie finden ihn im Unternehmensprofil unter der Funktion zum Anfordern von Bewertungen. Der Link sieht in etwa aus wie g.page/r/…/review und führt ohne Zwischenschritt zum Sternefeld.
Speichern Sie diesen Link an einer Stelle, auf die alle im Team zugreifen. Erzeugen Sie außerdem einen QR-Code daraus, den Sie ausdrucken können. Für beides brauchen Sie keinen bezahlten Dienst.
Schritt 2: Den Moment treffen
Der Zeitpunkt entscheidet stärker über die Rücklaufquote als der Text. Aus der Praxis kennen wir drei Momente, die funktionieren.
Unmittelbar nach der Übergabe. Handwerk, Werkstatt, Praxis: Wenn die Leistung sichtbar fertig ist und der Kunde zufrieden vor Ihnen steht, ist die Bereitschaft am höchsten. Ein Kärtchen mit QR-Code in die Hand, ein Satz dazu, fertig.
Mit der Rechnung. Ein Satz am Ende der Rechnungsmail, mit Link. Das kostet keine zusätzliche Nachricht und erreicht jeden Kunden.
Nach dem ersten Erfolg. Bei längeren Projekten nicht am Ende fragen, sondern wenn der erste sichtbare Fortschritt da ist. Am Projektende ist die Erinnerung an den Anfang schon verblasst, und offene Details überlagern das Gesamtbild.
Wovon wir abraten: Sammelaktionen, bei denen alle Kunden der letzten Jahre auf einmal angeschrieben werden. Wenn daraufhin dreißig Bewertungen in einer Woche eintreffen, entsteht genau das Muster, an dem gekaufte Bestände erkannt werden. Der Bestand wächst dann sprunghaft, und ein sprunghafter Zugang ist eines der Signale, die unsere Bewertungskonfidenz senken. Verteilen Sie solche Aktionen über Wochen.
Schritt 3: Fragen, ohne zu drängen
Drei Vorlagen, die Sie anpassen können. Kurz ist besser als höflich.
Persönlich, nach der Übergabe: „Wenn Sie zufrieden waren, würde uns eine kurze Google-Bewertung sehr helfen. Der QR-Code führt direkt hin, es dauert eine Minute.“
In der Rechnungsmail: „Waren Sie zufrieden? Über eine kurze Bewertung bei Google freuen wir uns: [Link]. Falls etwas nicht gepasst hat, schreiben Sie uns bitte direkt, wir kümmern uns darum.“
Nachfassen, einmal und nicht öfter: „Kurze Erinnerung an unsere Bitte um eine Bewertung. Wenn es gerade nicht passt, ignorieren Sie diese Nachricht einfach.“
Der zweite Halbsatz in der Rechnungsmail ist wichtig: Er gibt unzufriedenen Kunden einen direkten Kanal, ohne ihnen den öffentlichen zu verschließen. Das ist der Unterschied zu einem Filter, siehe unten.
Was erlaubt ist und was nicht
Drei Grenzen, die in der Praxis regelmäßig überschritten werden.
Keine Gegenleistung ohne Kennzeichnung. Rabatt, Gutschein, Gewinnspiellos: Sobald für eine Bewertung etwas fließt, wird sie zur Werbung und muss als solche erkennbar sein. Ohne Kennzeichnung ist das unlauter, und die Plattformen untersagen Anreize ohnehin.
Kein Vorfiltern. Ein Ablauf, der zuerst nach der Zufriedenheit fragt und nur die Zufriedenen zur Bewertung weiterleitet, ist als Praxis angreifbar und wird von Google ausdrücklich untersagt. Fragen Sie alle oder niemanden.
Keine Bewertungen aus dem eigenen Haus. Mitarbeitende, Angehörige, befreundete Betriebe: Solche Bewertungen erkennt Google häufig selbst, und sie fallen in der Verteilung auf, weil sie ohne Streuung am oberen Ende liegen.
Was danach passiert
Rechnen Sie mit einer Rücklaufquote im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, wenn Sie persönlich und im richtigen Moment fragen. Bei einer unpersönlichen Massenmail liegt sie deutlich darunter.
Wichtiger als die Zahl ist die Gleichmäßigkeit. Ein Bestand, der über Monate stetig wächst und dabei streut, ist das Muster einer verdienten Bewertung. Genau darauf schauen wir bei jeder Prüfung, und genau das lässt sich nicht kaufen. Was Sie mit den gesammelten Bewertungen anschließend im Vertrieb anfangen, steht in einem eigenen Beitrag.
Häufige Fragen
Wie erstelle ich den direkten Link zur Google Bewertung?
Im Google Unternehmensprofil über die Funktion zum Anfordern von Bewertungen. Der Link in der Form g.page/r/…/review öffnet das Bewertungsfenster ohne Zwischenschritt. Daraus lässt sich auch ein QR-Code erzeugen, ohne bezahlten Dienst.
Darf ich für eine Bewertung etwas schenken?
Nur mit Kennzeichnung, und die Plattformen untersagen Anreize ohnehin. Sobald für eine Bewertung ein Rabatt, Gutschein oder Gewinnspiellos fließt, wird sie zur Werbung und muss als solche erkennbar sein. Ohne Kennzeichnung ist das unlauter.
Darf ich vorher fragen, ob der Kunde zufrieden war?
Nur, wenn daraus keine Weiche wird. Ein Ablauf, der Unzufriedene vom öffentlichen Bewertungsweg fernhält und nur Zufriedene weiterleitet, wird von Google ausdrücklich untersagt und ist als Praxis angreifbar. Fragen Sie alle oder niemanden.
Wie viele Bewertungen sind realistisch?
Bei persönlicher Frage im richtigen Moment liegt die Rücklaufquote im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, bei unpersönlichen Massenmails deutlich darunter. Wichtiger als die Zahl ist die Gleichmäßigkeit: Ein stetig wachsender Bestand ist das Muster einer verdienten Bewertung.