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Google Bewertungen überprüfen: In 5 Schritten erkennen, ob sie echt sind

Stand · Redaktion geprüft.com · Lesezeit 7 Min.

Kurz gesagt. Google Bewertungen überprüfen Sie in fünf Schritten: Sternverteilung, zeitlicher Verlauf, Profile der Bewertenden, Texte und Antworten, verschwundene Bewertungen. Die ersten vier gehen sofort am Google-Profil, der fünfte braucht ein paar Wochen. Ein makelloser Schnitt bei vielen Bewertungen ist kein Beweis für Manipulation, aber der häufigste Grund, genauer hinzusehen.

Ist das Unternehmen schon geprüft? Suchen Sie es im Portal. Geprüfte Unternehmen haben eine Bewertungskonfidenz, die über Wochen gemessen ist, nicht nur an einem Tag.

Noch nicht geprüft? Rechnen Sie selbst nach. Tragen Sie ein, was Google im Unternehmensprofil bei den Bewertungen zeigt.

Genauer hinsehen

    Der Rechner prüft die Verteilung im Verhältnis zur Menge, nach derselben Kurve wie das Signal „Verteilung“ in der Bewertungskonfidenz. Das ist ein Hinweis, kein Beweis: Verlauf und verschwundene Bewertungen sieht man an diesen Zahlen nicht. Es werden keine Daten übertragen, die Rechnung läuft in Ihrem Browser.

    Woher wir das wissen. geprüft.com ist ein Prüfsystem für Unternehmensbewertungen: Wir beobachten Bewertungsbestände in festem Takt, rechnen nach einem veröffentlichten Katalog, wie belastbar ein Durchschnitt ist, und veröffentlichen jeden Prüfbericht im Portal. Dieser Text kommt aus dieser Praxis.

    Wer Google Bewertungen überprüfen will, braucht keine Insiderkenntnisse, nur einen genauen Blick an den richtigen Stellen. Suche und Rechner oben beantworten die ersten Fragen in einer Minute. Die fünf Schritte darunter sind die Methode, mit der wir selbst Bewertungsbestände prüfen, so aufgeschrieben, dass jeder sie am Google-Profil nachmachen kann.

    Was Google selbst prüft, und was nicht

    Google filtert Bewertungen automatisch. Erkennbar gekaufte Bewertungen, Serien von Bewertungen aus demselben Netz, Bewertungen für Unternehmen, die es nicht gibt: Vieles davon wird entfernt, bevor es sichtbar wird, manches erst Wochen später. Was Google nicht tut, ist prüfen, ob eine Erfahrung tatsächlich stattgefunden hat. Es gibt keinen Kaufbeleg, keine Rechnung, keinen Termin, den Google kennt. Eine Bewertung ist die Aussage eines Google-Kontos, nicht mehr.

    Dazu kommt, dass die Filter im Hintergrund arbeiten. Unternehmen erfahren nicht, welche Bewertung warum entfernt wurde, und Kunden sehen nur den Bestand, der übrig bleibt. Ein Durchschnitt von 4,7 bei 300 Bewertungen kann deshalb belastbar sein oder das Ergebnis eines Bestands, der laufend nachgefüllt wird. Der Durchschnitt allein verrät es nicht. Deshalb lohnt es sich, Google Bewertungen selbst zu überprüfen.

    Vergleich zweier Sterneverteilungen: Ein gewachsener Bestand streut über alle Sterne, ein auffälliger Bestand besteht fast nur aus Fünf-Sterne-Bewertungen Gewachsener Bestand 5 ★ 71 % 4 ★ 16 % 3 ★ 6 % 2 ★ 3 % 1 ★ 4 % Streuung: Fünfer dominieren, aber nicht allein. Auffälliger Bestand 5 ★ 99 % 4 ★ 1 % 3 ★ 0 % 2 ★ 0 % 1 ★ 0 % Ab einigen hundert Bewertungen unwahrscheinlich.
    Links ein gewachsener Bestand mit natürlicher Streuung, rechts ein Bestand ohne jede Streuung. Der zweite ist nicht bewiesen manipuliert, aber ein Grund, Verlauf und Profile zu prüfen.

    Google Bewertungen überprüfen in 5 Schritten

    Belastbare Bewertungsbestände haben gemeinsame Eigenschaften, und manipulierte haben gemeinsame Schwächen. Die ersten vier Schritte gehen sofort am Google-Profil, der fünfte braucht ein paar Wochen. Kein einzelner Schritt beweist etwas; wenn mehrere Hinweise zusammenkommen, wird es ein Signal.

    1. Die Verteilung der Sterne

    Öffnen Sie im Google-Profil die Bewertungen. Neben dem Schnitt stehen fünf Balken, einer je Sternestufe. Ein gewachsener Bestand hat fast immer eine Streuung: viele Fünfer, einige Vierer, ein paar Dreier, vereinzelt Einser. Ein Bestand, der ab 100 Bewertungen fast ausschließlich aus Fünfern besteht, ist ungewöhnlich. Er kann echt sein, etwa bei sehr kleinen Betrieben mit persönlicher Kundschaft, aber je größer der Bestand, desto unwahrscheinlicher wird ein makelloser Schnitt.

    Wie eng es wird, zeigt eine einfache Rechnung: Ein angezeigter Schnitt von 5,0 bei 500 Bewertungen lässt bei üblicher Rundung höchstens 25 Bewertungen mit vier Sternen zu, oder höchstens sechs mit einem Stern. Genau diesen Schritt rechnet der Prüfrechner oben nach, mit Augenmaß: Unter 50 Bewertungen gibt es kein Urteil, weil fehlende Kritik bei kleinen Beständen nichts aussagt.

    2. Der zeitliche Verlauf

    Sortieren Sie die Bewertungen so, dass die neuesten oben stehen, und scrollen Sie ein paar Monate zurück. Echte Bewertungen kommen, wie das Geschäft läuft: gleichmäßig, mit saisonalen Wellen, gelegentlich ein Schub nach einer Aktion. Gekaufte Bewertungen kommen in Paketen: zehn Fünfer an zwei Tagen, dann wochenlang nichts, dann das nächste Paket. Auch ein plötzlicher Schub von Einsern ist ein Signal, dann meist für einen Konflikt oder einen Angriff, nicht für gekaufte Bewertungen.

    3. Die Profile der Bewertenden

    Klicken Sie auf ein paar Profile, besonders die der Fünf-Sterne-Bewertungen aus einem Schub. Ein Profil mit einer einzigen Bewertung ist normal, viele solche Profile in kurzer Folge sind es nicht. Achten Sie auf Bewertungen aus weit entfernten Städten für einen lokalen Betrieb, auf Profile, die am selben Tag mehrere Betriebe derselben Branche bewertet haben, und auf Namen ohne Foto und ohne Geschichte. Kein einzelnes Merkmal beweist etwas, die Häufung ist das Signal.

    4. Texte und Antworten

    Lesen Sie zehn Texte am Stück, am besten aus einem auffälligen Zeitraum. Echte Bewertungen nennen Einzelheiten: eine Person aus dem Team, ein Produkt, einen Termin, ein Problem und wie es gelöst wurde. Austauschbare Lobsätze ohne jeden Bezug, dieselben Wendungen in mehreren Bewertungen oder Texte, die nach Werbung klingen statt nach Erlebnis, sind Hinweise.

    Lesen Sie außerdem die Dreier und Vierer und die Antworten des Unternehmens auf Kritik. Die mittleren Bewertungen beschreiben meist am genauesten, was gut war und was nicht. Die Antworten zeigen, wie das Unternehmen mit Problemen umgeht, und das ist genau die Information, die Sie brauchen, falls bei Ihnen etwas schiefgeht.

    5. Verschwinden Bewertungen?

    Das ist der Schritt, den niemand mit einem Blick erledigen kann, weil er Zeit braucht. Notieren Sie heute Anzahl und Schnitt und sehen Sie in zwei oder drei Wochen wieder nach. Ein Bestand, der wächst, dann schrumpft, dann wieder wächst, hat entweder Googles Filter erlebt oder ein Unternehmen, das Bewertungen melden lässt. Beides sagt etwas. Wie man aus Anzahl und Schnitt sogar herausliest, welche Sterne verschwunden sind, steht im Artikel Wie viele Google Bewertungen wurden gelöscht?

    Wir beobachten Bestände deshalb wöchentlich und werten Abgänge als das stärkste Signal überhaupt: Es macht 35 der 100 Punkte der Konfidenz aus.

    Wenn das Ergebnis auffällig ist

    Ein auffälliger Befund ist ein Grund, vorsichtig zu sein, kein Beweis. Holen Sie eine zweite Quelle ein: Bewertungen auf einer anderen Plattform, eine Empfehlung aus dem Bekanntenkreis, ein Gespräch vor dem Auftrag. Und schreiben Sie einen Verdacht nicht als Tatsache in eine eigene Bewertung. „Die Bewertungen sind gekauft“ ist eine Tatsachenbehauptung, die man belegen können muss; wo die Grenze liegt, steht im Artikel Darf man eine schlechte Bewertung schreiben?

    Bewertungen, die offensichtlich gegen Googles Richtlinien verstoßen, etwa erkennbare Werbung oder Beleidigungen, können Sie direkt bei Google melden. Ob Google sie entfernt, entscheidet Google.

    Was die Bewertungskonfidenz daraus macht

    Die Schritte 1, 2 und 5 sind genau die Signale, die geprüft.com misst, nur systematisch und über Wochen: die Verteilung, das Zugangsmuster und die Abgänge. Das Ergebnis ist die Bewertungskonfidenz: eine Zahl zwischen 0 und 97 Prozent, die sagt, wie belastbar der Bewertungsdurchschnitt eines Unternehmens ist. Sie ersetzt nicht die Sterne, sie sagt, wie viel man ihnen glauben darf.

    Wichtig ist, was die Konfidenz nicht ist: keine Aussage über die Qualität der Leistung. Ein Unternehmen mit 3,9 Sternen und 95 Prozent Konfidenz hat einen ehrlichen Bestand, der eine ehrliche 3,9 zeigt. Ein Unternehmen mit 5,0 und 60 Prozent hat einen Bestand, dem wir nicht trauen. Beides ist für Kunden eine wertvollere Information als der Durchschnitt allein. Die vollständige Rechnung steht im Kriterienkatalog.

    Was Unternehmen tun können

    Die fünf Schritte funktionieren auch am eigenen Profil, und es lohnt sich, sie einmal mit den Augen eines Interessenten durchzugehen. Wer als Unternehmen den Verdacht fürchtet, hat außerdem ein einfaches Mittel: den Bestand prüfen lassen und das Ergebnis zeigen. Ein Prüfbericht mit Konfidenz sagt jedem Interessenten, dass die Sterne belastbar sind, und er sagt es glaubwürdiger als jede Selbstaussage, weil er nach einem veröffentlichten Katalog entsteht und auch schlecht ausfallen könnte.

    Dazu kommen drei Gewohnheiten, die den Bestand von selbst belastbar machen: nach jedem abgeschlossenen Auftrag um eine Bewertung bitten, ohne Gegenleistung; jede Bewertung beantworten, die kritischen zuerst; und niemals Bewertungen kaufen, auch nicht ein paar zum Start. Der Schub zum Start ist das Muster, das am leichtesten auffällt, und er verfolgt einen Bestand jahrelang.

    Was Kunden tun können

    Suchen Sie das Unternehmen zuerst im Portal. Ist es dort geprüft, steht die Arbeit schon da: Verlauf, Abgänge und Konfidenz über Wochen gemessen. Wenn nicht, reichen der Rechner und die Schritte 1 bis 4 für eine erste Einschätzung in wenigen Minuten. Und wenn ein Unternehmen auf seiner Website einen Prüfbericht verlinkt, lesen Sie ihn: Er wurde nicht vom Unternehmen geschrieben.

    Häufige Fragen

    Prüft Google Bewertungen auf Echtheit?

    Google filtert automatisch und entfernt Bewertungen, die gegen die Richtlinien verstoßen, etwa erkennbar gekaufte oder von derselben Person massenhaft abgegebene. Eine inhaltliche Prüfung, ob eine Erfahrung wirklich stattgefunden hat, findet nicht statt. Die Filter arbeiten im Hintergrund, Unternehmen erfahren nicht, was warum entfernt wurde.

    Gibt es ein Tool, um Google Bewertungen zu überprüfen?

    Google selbst bietet keines an, das die Echtheit von Bewertungen bescheinigt. Der Prüfrechner auf dieser Seite prüft den ersten Hinweis, die Verteilung der Sterne im Verhältnis zur Menge, direkt im Browser. Verlauf und verschwundene Bewertungen lassen sich nur über Wochen beobachten; das macht geprüft.com und veröffentlicht das Ergebnis als Bewertungskonfidenz.

    Kann ich Google Bewertungen prüfen lassen?

    Ja. geprüft.com beobachtet den Bewertungsbestand eines Unternehmens wöchentlich, wertet Verteilung, Zugangsmuster, Stetigkeit und Abgänge aus und veröffentlicht das Ergebnis als Bewertungskonfidenz mit Prüfbericht. Für Unternehmen ist das ein Nachweis, für Kunden eine zweite Meinung. Welche Arten von Prüfangeboten es sonst gibt, steht im Artikel Bewertungen prüfen lassen.

    Was bedeutet es, wenn Bewertungen verschwinden?

    Einzelne Abgänge sind normal, etwa wenn Google ein Nutzerprofil löscht. Verschwinden viele Bewertungen auf einmal, hat Google entweder eine Manipulation erkannt oder das Unternehmen hat Bewertungen erfolgreich melden lassen. Beides ist ein Grund, genauer hinzusehen.

    Sind 5,0 Sterne bei 500 Bewertungen realistisch?

    Sehr selten. Ein angezeigter Schnitt von 5,0 bei 500 Bewertungen lässt bei üblicher Rundung höchstens 25 Bewertungen mit vier Sternen zu oder höchstens sechs mit einem Stern. Bei großen Beständen zeigt sich fast immer eine Streuung. Ein makelloser Schnitt ist kein Beweis für Manipulation, aber ein Grund, Verlauf und Profile zu prüfen.

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